Die kleine Mumble-Etikette

1. Der Ort

Sucht euch für die Teilnahme an einer Mumble-Sitzung am besten einen ruhigen, hallarmen Raum. Das kann entweder ein kleiner gemütlicher Raum mit vollgestelten Wänden und Teppichboden oder ein großer Raum mit viel Abstand zu den nächsten Wänden sein.

Entscheidend ist dass der Schall eurer Sprache euer Mikrofon primär direkt erreicht. Die später eintreffenden Schallwellen von Reflexionen an Wänden sollten stark gedämpft sein. Weiche Materialien wie Vorhänge oder Holz an den Wänden nehmen einen größeren Teil der Energie der Schallwellen auf und reflektieren nur einen kleinen Teil des Schalls zurück. Gut sind auch große Räume da dann die Luft den Schall über die zurückgelegte Entfernung schon gut gedämpft hat. Ganz schlimm sind kleine, geflieste Räume wie Bad oder Küche.

2. Die Hardware

Hier können wir zu einem Headset raten. Das sollte einen flexiblen Mikrofonbügel haben um den Sitz des Mikrofon optimal einstellen zu können. Alternativ gehen auch in Notebooks oder Tablets eingebaute Mikrofone. Die haben aber neben einem Echo-Problem auch die unangenehme Eigenschaft das Tippen auf der Tastatur gut mit aufzunehmen.

Richtet euer Headset-Mikrofon gut auf euren Mund aus und überprüft den Sitz gegebenenfalls in einem Spiegel. Achtet aber auch darauf dass sich das Mirkofon nicht im Luftstrom der Nase befindet um nicht unnötig viele Atemgeräusche mit aufzunehmen.

Teurere Notebooks haben zum Teil sogar zwei Mikrofone eingebaut und können über passives Beamforming eine relativ enge Keulen-Charakteristik einstellen, so dass Geräusche von Personen neben dem Notebook unterdrückt werden. Wenn man ein solches Gerät sein eigen nennt ist es wichtig immer möglichst direkt "in den Bildschirm" zu sprechen.

3. Die Software

Bei Mumble gibt es zwei Möglichkeiten zu steuern ob ihr gerade das vom Mikrofon aufgenommene Audio an alle sendet oder nicht: Push-to-Talk und automatische Sprachaktivierung. Ich empfehle wenn möglich die automatische Sprachaktivierung zu verwenden.

Nehmt euch einen Moment die Schwellwerte dafür in den Audio-Einstellungen richtig einzustellen. Wenn ihr nicht sprecht sondern nur normal atmet oder auf der Tastatur tippt sollte sich der Schallpegel immer im roten Bereich befinden. Wenn ihr sprecht, sollte er stabil im grünen Bereich sein. Findet ihr hier aufgrund eures Aufenthaltsorts oder eurer Hardware keine Schwellwert-Einstellungen die zuverlässig funktionieren solltet ihr besser auf Push-to-talk umstellen.

Euer Mumble-Icon zeigt euch an ob ihr gerade sendet oder nicht. Behaltet es ab und zu im Auge um zu sehen dass die eingestellten Schwellwerte so funktionieren wie sie sollten.

4. Die Stumm- und Räuspertasten

Die meisten Headsets und auch Notebooks haben eine Hardware-Taste um das Mikrofon stummzuschalten. Nutzt diese bitte wenn ihr euch räuspert, niest, esst, trinkt, euch mit anderen Personen im Raum unterhaltet oder sonst etwas lautes tut wie zum Beispiel eine Chips-Tüte zu öffnen. Die anderen Konferenzteilnehmer werden es euch danken.

Der Mumble-Client hat auch noch eine Software-Stummtaste die prinzipiell die gleiche Funktion erfüllt wie eine Hardware-Taste. Zusätzlich wird bei benutzen der Software-Taste den anderen Teilnehmern angezeigt dass ihr gerade stumm geschaltet seid.

Bei uns hat es sich eingebürgert, dass ein längerer Stumm-Status eines Teilnehmers auch bedeuten kann dass er gerade AFK ist und nicht am Gespräch teilnehmen kann. Deswegen benutzt bei längerer Abwesenheit vielleicht besser die Software-Taste als die Hardware-Taste um euch stumm zu schalten.